Kommt ein zweiter "Lock down"?

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10 Monate 2 Wochen her - 10 Monate 2 Wochen her #1 von Bernd Offizier
Bernd Offizier antwortete auf Kommt ein zweiter "Lock down"?
Lieber Walter,
Deinen Artikel kann auch ich unterschreiben. Es wird nicht mehr wie es war, davon müssen wir uns freimachen. Es ist nur sehr bedauerlich, dass die Unvernunft der Masken- und Abstandverweigerer uns wieder zurückwirft.
Herzlichen Gruß
Bernd
Letzte Änderung: 10 Monate 2 Wochen her von Bernd Offizier.
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10 Monate 3 Wochen her #2 von Walter Gollhardt
Kommt ein zweiter "Lock down"? wurde erstellt von Walter Gollhardt
Alle warnen davor, daß die Wirtschaft einen zweiten „Lock down“ nicht überstehen würde.
Möglicherweise ist das so, aber dann sollte man so ehrlich sein, daß wir dann eine Anzahl X Tote akzeptieren müssen.
Ich vermisse nach wie vor die notwendige Debatte über dieses wichtige Thema. Wegducken, wie es auch die Politik praktiziert, bringt uns nicht weiter!
Klar, das ist eben kein Gewinner-Thema, sondern es rührt an unsere angeblich doch so hehren ethischen Grundsätze, daß eben jedes Leben gleichviel zählt, doch damit ist es wie wir täglich erleben eben doch nicht so weit her.
Corona hat schonungslos offen gelegt, daß wir nicht die humane, solidarische Gesellschaft sind, über die alle so gerne in Sonntagsreden schwadronieren.
Und die Pandemie hat auch nicht zu der von manchen erhofften gesellschaftlichen Veränderung geführt, diese Hoffnungen waren schon sehr naiv, aber Leute, die ausschließlich an das Gute im Menschen glauben, hat es schon zu allen Zeiten gegeben.
Viele bekunden nun öffentlich, daß sie ihr altes Leben zurück wollen! Verständlich, aber auch blauäugig, denn das alte Leben wird es nicht eins zu eins wieder geben.
Es ist aber auch die Zeit für Verschwörungstheoretiker, für Leute, die schon zuvor gescheitert, bzw. pleite waren, und nun in der Pandemie den passenden Sündenbock für ihr Scheitern gefunden zu haben glauben.
Viele sind nun wirtschaftlich am Ende und rufen nach staatlichen Hilfen, selbstverständlich mit Steuergeldern der „Solidargemeinschaft“.
Es wird die Frage zu beantworten sein, ob wir pauschal alle retten wollen, oder ob es nicht Unsinn ist, gutes Geld in eine schlechte Sache zu stecken, die auch ohne Corona keine Zukunft gehabt hätte.
Wer schon vor Corona von der Hand in den Mund gelebt, unsolide finanziert war, und keinerlei Rücklagen hatte, konnte die drei Monate „Lock down“ wirtschaftlich nicht überstehen.
Auch diese Debatte muß dringend geführt werden, wobei mir klar ist, daß es viele tragische Einzelschicksale gibt und auch weiterhin geben wird.
Auch alteingesessene Betriebe werden auf der Strecke bleiben, nicht nur wegen Corona, und unsere Innenstädte mit den gleichförmigen Fußgängerzonen werden sich ein weiteres Mal dramatisch verändern müssen.
Dafür gibt es positive Beispiele, und es hat eben auch viel Tatkraft und auch Kreativität in der Politik und bei den Bürgern zutage gefördert.
Viele Menschen haben Angst vor einer für sie unerklärlichen und auch nicht faßbaren Bedrohung durch das Virus. Und diese Ängste äußern sich bei manchen, daß sie an Demonstrationen teilnehmen, wo die Rationalität sehr schnell auf der Strecke bleibt.
Auch werden diese „Demonstrationen“ zunehmend von Rechtsradikalen, sog. „Identitären“ und auch „Reichsbürgern“ okkupiert, zusätzlich von Leuten, die einen Alu Hut tragen und an sog. „Chemtrails“ glauben, und daß das Virus von Bill Gates über die Menschheit gebracht wurde!
Dabei sind auch Impfverweigerer, oder sog. Esoteriker, also buntgemischt, und es griffe zu kurz, sie alle als „Coronaidioten“ zu bezeichnen. Allerdings muß man ihnen vorwerfen, daß sich alle von einigen wenigen für ganz andere Ziele vereinnahmen lassen, ohne sich zu wehren.
Berlin, aber auch Stuttgart sind Beispiele, wohin es gehen kann, wenn die Teilnehmer für rationale Argumente nicht mehr erreichbar sind.
Man könnte glauben, wir sind wieder im Mittelalter angelangt, dabei sind wir im angeblich aufgeklärten 21igsten Jahrhundert.
Woher kommt diese Lust vieler Menschen, denen es überwiegend gut, evtl. zu gut geht, an diesen absurden Vorstellungen und Veranstaltungen. Die von staatlicher Bevormundung, von Freiheitsberaubung und ähnlichem reden?
Liegt es an einer möglichen Übersättigung im Wohlstand, einer Überforderung durch den technischen Fortschritt, z. B. durch die rasant fortschreitende Digitalisierung, der Unsicherheit bezüglich der eigenen Zukunft, und der immer stärker um sich greifenden Erkenntnis der eigenen Machtlosigkeit, etwas an den Verhältnissen zu ändern? Gegen eine winzig kleine, aber unfaßbare Bedrohung ankämpfen zu sollen, und auch noch persönliche Ein- und Beschränkungen in Kauf nehmen zu müssen, und dies alles eigenverantwortlich?
Statt dessen grassiert Mutlosigkeit und der Rückzug in abgeschottete soziale Netzwerke oder Chat-Rooms, wo auch die obskursten Ideen auf fruchtbaren Boden fallen.
Es ist wie eine moderne Art von Gehirnwäsche, gegen die auch intelligente Menschen nicht immun sind.
Dazu kommt der immer vorhandene Gruppendruck, die Möglichkeit, sich hinter sog. „Nick-Names“ zu verstecken, dabei vermeintlich anonym mal so richtig vom Leder ziehen zu können, Trolle, die in diesen Foren ihre perversen Neigungen andere zu manipulieren ausleben.
Die Möglichkeiten sind heute durch das Internet fast unbegrenzt, und wer sich einmal in einer dieser Parallelwelt etabliert hat, kommt nur schwer wieder davon los!
Daß diese Menschen, durch ihren vermeintlichen Widerstand gegen staatlich Vorschriften und das bewußte ignorieren von dringend notwendigen Abstands- und Hygieneregeln möglicherweise die Auslöser der von allen gefürchteten „Zweiten Welle“ sein werden, ist dabei wohl nur sehr wenigen bewußt, oder es ist ihnen egal.
Mir persönlich gefällt diese Wortschöpfung „Zweite Welle“ nicht, denn sie suggeriert, daß das Virus schon einmal fast weg gewesen wäre, was objektiv nicht stimmt.
Covid 19 war nie weg, sondern nur durch das disziplinierte Verhalten der meisten Menschen stark zurückgedrängt, und nun laufen wir Gefahr, dies erreichte wegen einer kleinen, unbelehrbaren und lautstarken Minderheit zu verspielen.
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