Schöne neue Arbeitswelt der Zukunft??

Mehr
9 Jahre 3 Monate her - 9 Jahre 3 Monate her #1 von Bernd Offizier
Bernd Offizier antwortete auf Schöne neue Arbeitswelt der Zukunft??
Lieber Walter,
leider greift diese Sauerei immer mehr um sich, sie ist schon Standard.
Das Gefälle wird immer größer. Soziales Denken wird hinterrücks ausgelacht.
Freundliche Grüße
Bernd
Letzte Änderung: 9 Jahre 3 Monate her von Bernd Offizier.

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
9 Jahre 3 Monate her - 1 Jahr 1 Monat her #2 von Walter Gollhardt
Schöne neue Arbeitswelt der Zukunft?? wurde erstellt von Walter Gollhardt
Schenkt man den Gerüchten und Berichten aus dem Software-Konzern IBM glauben, dann wird dort eine Radikalreform der Belegschaft geplant.
Dies könnte ein Modell für die Arbeitswelt der Zukunft sein.
Allerdings muss man die Frage stellen, ist es wirklich das was wir in der Zukunft wollen, oder sind das nur die Ideen einiger Durchgeknallter „Kostensenker“, denen man mal freie Hand gegeben hat nach dem Motto:
Entwickelt da mal etwas, das uns mit einem Minimum an Einsatz und Kosten ein Maximum an Effektivität und Gewinn verspricht.

Wenn wir bei dem Modell IBM bleiben, dann geht diese sog. „Virtuelle Arbeitswelt“ von folgendem aus:

Das Unternehmen verfügt nur noch über eine kleine Kernbelegschaft, die die Unternehmensstrategie bestimmt, bzw. die Beziehungen zu den Kunden pflegt, usw…
Sie alle stehen in einem festen Arbeitsverhältnis, zahlen Steuern und beziehen Sonderleistungen wie Boni, zusätzliche Monatsgehälter, Urlaubs- und Weihnachtsgeld vom Arbeitgeber.

Die übrigen Mitarbeiter sind in einer sog. „Fachkräfte-Community“ oder einer „Wolke“ ausgelagert, aus der IBM spezialisierte Arbeitskräfte für bestimmte Aufgaben befristet rekrutiert. Die Mitarbeiter dieser Community sind alle nach bestimmten Kriterien zertifiziert, und bieten ihr „Know How“ online auf einem Portal an. Man könnte dies als eine Art Basar bezeichnen, wo jeder seine Spezialkenntnisse, seine Leistungen bei früheren Projekten usw. öffentlich anbietet. Auch positive und negative Bewertungen von Kollegen oder aus vorherigen Projekten sind dort für alle einsehbar.
Eine weitere Möglichkeit für IBM wäre, Projekte in einer Art „Auktion“ online anzubieten. Dort können dann entsprechende Fachkräfte um die Teilnahme konkurrieren. Manche sprechen in diesem Zusammenhang schon von den „Ebays der Arbeitskräfte der Zukunft“.

Aus der Sicht des Unternehmens und der „Shareholder“ das „Ei des Kolumbus“.
Man verfügt nur noch über eine kleine und überschaubare Kernmannschaft, die kostengünstig und zeitlich begrenzt das Können und das Wissen der großen Masse der Spezialisten zu ihrem Vorteil ausnützt.
Ein weiterer „Vorteil“ dieses Modells liegt darin, dass sich die Unternehmen der nationalen Gesetzgebung weitgehend entziehen können, wie Tarifverträgen, Kündigungsschutz, Sozialbeiträgen usw…
Das, was in der Finanzwelt schon lange so ist, hätte dann die reale Wirtschaft ebenfalls erreicht.
Ob dies tatsächlich so oder so ähnlich Wirklichkeit werden wird, ich weiß es nicht. Aber Ideen, die einmal gedacht und in der Welt sind, haben die Angewohnheit, nicht wieder zu verschwinden.
Das auch bei uns in Deutschland wachsende Heer von Leiharbeitern mit befristeten Arbeitverträgen könnte mittelfristig der Einstieg in die „Schöne neue Arbeitswelt der Zukunft“ sein.
Letzte Änderung: 1 Jahr 1 Monat her von Walter Gollhardt. Begründung: Schreibfehler

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Ladezeit der Seite: 0.465 Sekunden

Wer ist online

Aktuell sind 104 Gäste und keine Mitglieder online