: Unverständlich!

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2 Jahre 7 Monate her - 2 Jahre 1 Monat her #1 von Bernd Offizier
: Unverständlich! wurde erstellt von Bernd Offizier
Gestern, 06.07.2017, sah ich einen Film über den Absturz vom Air-France-Flug 447.
Es war ein Linienflug der Air France von Rio de Janeiro nach Paris, bei dem in der Nacht vom 31. Mai zum 1. Juni 2009 ein Airbus A330-203 über dem Atlantik abstürzte, wobei alle 228 Insassen ihr Leben verloren.

Obwohl noch kein Abschlussbericht vorlag, erklärte das Gericht, der Geschwindigkeitsmesser (Vereisung des Pitotrohrs) der Maschine habe nicht zum ersten Mal versagt. Damit sei der Tatbestand der fahrlässigen Tötung erfüllt. (Einige Infos aus Wikipedia).

Anhang Pitot-Rohr.jpg wurde nicht gefunden.


Dazu mein Kommentar, den ich auch zum Nachdenken an die Euro-Control schicke.

Die Unfallursache, wie berichtet, wurde durch eine Vereisung des Pitotrohrs (Staudrucksonde) eingeleitet.
Zur Erklärung: Das Pitotrohr ist ein Rohr mit einer kleinen Öffnung, wodurch der Fahrwind eindringt zur Geschwindigkeitsmessung - auch in Kombination mit andren Instrumenten. Pitotrohre werden elektrisch beheizt, dadurch sollte ein Einfrieren verhindert werden. Es ist bekannt, bei schlechtem Wetter ohne Instrumente zu fliegen ist nicht einfach.

*In kleineren Flugzeugen fliegt kaum noch einer ohne einem Bord-Netz unabhängigem GPS-Gerät, welches auch die Richtung in Grad zum Ziel, Geschwindigkeit, Höhe, sinken, steigen, Querneigung und mit der z. Zt. geflogenen Geschwindigkeit, die Ankunft bzw. den Überflug der Way-Points und den Flugweg anzeigt. Ich habe gleich zwei davon. Vor dem Start gebe ich die Way-Points und den Zielflughafen ein. Wenn der Autopilot ausfällt fliege ich halt per Hand.

Ich komme ohne das ganze „Mäuse-Kino“ im Panel aus. Durch die Doppel- Magnetzündungen kann auch der Strom ausfallen, habe ich auch schon gehabt, dazu habe ich zwei Hand-Funk-Sender mit ILS Gleitslope-Anzeige und GPS dabei.

Anzeige-Störungen dieser Art bringen mich/uns trotzdem zum nächsten Flughafen.
- Allerdings bei Flugzeugen mit Druckkabinen sind beim Gebrauch von "Handgeräten" Außenantennen erforderlich -.

Natürlich mache ich bei Stromausfall zuerst einen Anflug über den Flughafen und frage, ob das Fahrgestell draußen ist. Bei mir, bei der Piper 28 Turbo Arrow Plus, fährt es bei der Anfluggeschwindigkeit selbstständig aus.

Lieber Leser, es kann immer etwas passieren, nur darf es nicht aufgrund mangelnder Kenntnis, Technik und Vorbereitung sein.

Mit so einer preiswerten Zusatzeinrichtung (Netzunabhängige Handgeräte mit Außenantennen) kann jedes Flugzeug sein Ziel erreichen, vorstellbar, dass auch der Air-France-Flug 447 sein Ziel erreicht hätte.

In Unkenntnis der Sicherheitseinrichtung und Ausrüstung von kleineren Reiseflugzeugen setzen sich viele Leute nicht in so ein "kleines Ding“, was in gewissen Bereichen sicherer ist als ein "großes Ding“.

Ich fliege mit Doppel-Instrumenten im Panel und *Doppel-Alternativen. Auch bei Pitot-Vereisung habe ich keine Probleme. Welche Alternativen haben die Airliner? Mir sind keine bekannt!

Anhang 447.jpg wurde nicht gefunden.


Der verunglückte Airbus A330-203 mit dem Kennzeichen F-GZCP im März 2007 auf dem Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle.
Veröffentlicht bei Wikipedia.
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Letzte Änderung: 2 Jahre 1 Monat her von Bernd Offizier.

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