Hybride Kriegsführung

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4 Monate 2 Tage her - 4 Monate 2 Tage her #1 von Walter Gollhardt
Hybride Kriegsführung wurde erstellt von Walter Gollhardt
2024 ist in Deutschland ein Wahljahr. 
Den Beginn machen die Wahlen zum Europäischen Parlament, dann folgen drei Landtagswahlen in Ostdeutschland.
Mittlerweile, und verstärkt unter Putin, übt Russland mit Operationen seiner Geheimdienste und Hacker-Organisationen in zunehmenden Maße Einfluss auf die Medien speziell in Deutschland und damit auf die öffentliche Meinung aus.
Es ist mitunter sehr schwer zu unterscheiden, was Stimmungsmache ist, und was die Realität abbildet.
Der Verfassungsschutz in Deutschland hat lange geschlafen, agiert meist zu spät, und hatte einen nach einem Tipp aus einem befreundeten Geheimdienst  enttarnten Spion für Moskau in seinen  Diensten.
Er hätte schon bei einer normalen Sicherheitsüberprüfung auffallen müssen.
Das abgehörte Gespräch der führenden deutschen Generalität über Einsatzmöglichkeiten des Marschflugkörpers Taurus durch russische Geheimdienste ist wohl nur die Spitze des Eisberges.
Von deutscher Seite wurde dabei massiv gegen die Geheimhaltungsvorschiften verstoßen, indem ein Teilnehmer eine offen Leitung benutzt hat.
Inzwischen mehren sich bei unseren Verbündeten die Zweifel, ob man sensible Informationen überhaupt noch an Deutschland weitergeben sollte.
Nun beginnt man in Deutschland hektisch und unter Zeitdruck die jahrelangen Versäumnisse aufzuarbeiten.
Der Einwand, dass man nun nicht übereinander herfallen und sich auseinander dividieren lassen sollte, denn das ist ja das russische Ziel, ist sicherlich richtig.
Medien, die Kanzler Scholz Zögerlickeit und Entscheidungsschwäche nicht nur in Sachen Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine vorwerfen, sind wohl massiv aus Russland beeinflußt.
Scholz agiert vorsichtig und gemäß seinem Amtseid, Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden.
Deutschland steht nach den USA an zweiter Stelle, was die Unterstützung der Ukraine mit Waffen und mit Geld angeht.
Der Taurus mit seiner Reichweite von ca. 500 Kilometern, seiner Zielgenauigkeit und seiner immensen Zerstörungskraft ist ein vollkommen anderes Kaliber als die zum Vergleich herangezogenen Kampfpanzer Leopard, oder was die anderen NATO-Mitglieder an die Ukraine liefern.
Klar hält sich die Ukraine bisher an deutsche Auflagen, aber der Taurus könnte in einer Notsituation für die Ukraine leicht Moskau erreichen.
Deutschland wäre dann in der Tat Kriegspartei.
Mir fällt auf, dass diejenigen, die in dieser Angelegenheit nichts zu entscheiden haben, am lautesten agieren. Frau Strack-Zimmermann von der FDP, die FDP ist Regierungspartei, hat sogar inzwischen zweimal mit der Opposition für eine Lieferung gestimmt.
Der übliche Streit in der Ampel findet nun auch in dieser ungeeigneten Angelegenheit eine Fortsetzung.
Eines ist klar: 
Der Taurus ist keine kriegsentscheidende Waffe. Da wäre z. B. die Lieferung von ausreichenden Mengen an Artilleriemunition viel wichtiger.
Inzwischen gibt es da ein russisches Übergewicht von 1 zu 5.


 
Letzte Änderung: 4 Monate 2 Tage her von Walter Gollhardt. Grund: /
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