Noch ein Jahresrückblick

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6 Monate 6 Tage her - 6 Monate 6 Tage her #1 von Walter Gollhardt
Walter Gollhardt antwortete auf Noch ein Jahresrückblick
Ich gehöre zu der Minderheit, die mit Zuversicht in das Neue Jahr 2024 gehen.Auch gehöre ich nicht zu denjenigen, für die nur schlechte Nachrichten gute Nachrichten sind.Ich glaube dass die Menschheit in ihrer Geschichte noch immer in der Lage war, Krisen zu überwinden, Lösungen für anscheinend Unlösbares zu finden.
Krieg ist auf jeden Fall nicht wie manche behaupten die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln
Kriege bringen keine für alle akzeptable Lösungen, es gibt keine gerechten und ungerechten Kriege, denn Kriege bringen immer nur Leid und Zerstörung, wie uns die aktuellen Kriege vor unserer Haustür zeigen. Da Putin die Ukraine nicht erobern kann, zerstört er sie ohne Sinn auf Verluste lieber.
Leider funktioniert das menschliche Gedächtnis nur selektiv, denn das große Gemetzel des Zweiten Weltkrieges mit über 50 Millionen Toten und gigantischn Vertreibungen ist erst 78 Jahre her. Und die Anzahl der Menschen, die darüber aus eigenem Erleben berichten können, tendiert gegen Null.
Eine Generation wächst heran, für die zumindest in Europa ein halbwegs friedliches Nebeneinander die Normalität ist. Dass es dabei bleibt, geschieht allerdings nicht von alleine. Wir müssen aktiv gegen die Rattenfänger von Rechts und von Links Stellung beziehen, und dies geschieht an der Wahlurne.
Also wählen gehen, und den Verächtern unserer Demokratie nicht das Feld überlassen. Jeder Fünfte, also 20 Prozent, können sich bei Befragungen vorstellen, eine dieser extremen Parteien zu wählen.
Wo bleiben die übrigen 80 Prozent??   
Letzte Änderung: 6 Monate 6 Tage her von Walter Gollhardt.

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7 Monate 2 Tage her - 7 Monate 2 Tage her #2 von Walter Gollhardt
Walter Gollhardt antwortete auf Noch ein Jahresrückblick
Der Krieg in der Ukraine hat sich zu einem Stellungs- und Abnutzungskrieg gewandelt.
Und die Unterstützung aus der NATO und der EU für die Ukraine bröckelt, denn in den Medien dominiert inzwischen der Krieg im Nahen Osten. 

Putins langfristige Strategie scheint aufzugehn.
Und dies ist die große Gefahr für Westeuropa, denn wenn Putin mit seinen Aggressionen Erfolg hat, sind als nächstes Georgien, und die baltischen Staaten dran, auch Polen ist bedroht.
Wenn es dazu im Falle der baltischen Staaten oder Polen kommen sollte, tritt für die NATO der Bündnisfall ein.
Es ist dann die Nagelprobe für die westlichen Demokratien, und ob Putins Glaube, der Westen wäre schwach und uneinig zutreffen wird.
In den USA, dem noch größten Unterstützer der Ukraine, wird inzwischen die Militärhilfe von sechzig Milliarden Dollar für die Ukraine von Teilen der Republikaner ab Januar 2024 im Repräsentantenhaus blockiert.
Auch überschattet die Präsidentenwahl dort alles andere, und als besondere Bedrohung der irrlichternde Donald Trump!!
Sollten die USA langfristig als Unterstützer ausfallen wird schnell klar werden, dass die EU mit Deutschland an der Spitze diese Lücken nicht füllen kann.
Dass Deutschland weiter die Lieferung von Thaurus-Marschflugkörpern verweigert, ist vor diesem Hintergrund unverständlich, denn damit könnten treffsicher russische Militäreinrichtungen ausgeschaltet werden, die z. Zt. außerhalb der ukrainischen Reichweite liegen, die zur Zerstörung der ukrainischen Infrastruktur vor dem Winter genutzt werden, wie Kraftwerke und Heizungsanlagen. In den festgefahrenen Krieg käme damit wieder Bewegung zum Vorteil der Ukraine.
Es wird allerhöchste Zeit, dass wir alle die Bedrohung durch Russland nicht als eine vorrübergehende Episode betrachten. Putin meint es ernst, und er wird zur nächsten Präsidentenwahl wieder antreten.
Dass er auch militärische Mittel einzusetzen bereit ist, hat er 2014 mit der Annektion der Krim und dem Überfall im Februar 2023 auf die Ukraine bewiesen.
Letzte Änderung: 7 Monate 2 Tage her von Walter Gollhardt.

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1 Jahr 5 Monate her - 1 Jahr 5 Monate her #3 von Renate Osenberg
Renate Osenberg antwortete auf Noch ein Jahresrückblick
Der Krieg in der Ukraine ist eigentlich ein Krieg zwischen der USA und Russland.
Meine Meinung:
Biden hat Scholz klargemacht, dass er nicht wünscht, dass wir weiter aus Russland Gas beziehen. Nun erhalten wir "netterweise" teures Flüssiggas mit Schiffen aus den USA, was wir mit einem immensen Energieaufwand (Energie in Form von Strom) wieder verflüssigen müssen.
Selenskyj und seine Anhänger sind korrupt und das wird in den Medien kaum behandelt.
Das sind ein paar Randbemerkungen, die mir wichtig sind, mal zu erwähnen. Deren Richtigkeit überlasse ich jedem, zu prüfen.
Letzte Änderung: 1 Jahr 5 Monate her von Renate Osenberg.
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1 Jahr 6 Monate her - 1 Jahr 6 Monate her #4 von Walter Gollhardt
Noch ein Jahresrückblick wurde erstellt von Walter Gollhardt
2022 ist auch das Jahr, in dem sich gezeigt hat, ob unsere liberalen Demokratien sich gegen die überall aus dem Boden schießenden autoritären Regime behaupten können.
Man muß nur an die USA unter Donald Trump, Ungarn unter Victor Orban, Italien unter der neuen rechtsliberalen Regierungschefin Meloni, China unter Xi, Brasilien unter Bolsonaro und selbstverständlich Russland unter Putin denken.
Zuletzt Israel, das unter Netanyahu eine rechtsnationale Regierung bekommen hat, die viele Israelis ensetzt zu Protesten auf die Straße getrieben hat.
Aber auch bei uns gibt es rechte Bestrebungen, ich denke dabei an die AFD und ihr Umfeld, ihren heimlichen Vorsitzenden Höcke aus dem schönen Bundesland Thüringen, der kein Hehl daraus macht, daß er und seine Unterstützung eine andere Regierung, ja ein anderes Land wollen.
Es sind also alles Ereignisse rundherum, die sich ohne Mühe in den vermeintlichen Niedergang und des Verfalls der liberalen Demokratien einfügen lassen. 
Noch vor wenigen Jahren wirkte sie allen anderen Gesellschaften so überlegen, daß ihr Siegeszug rund um den Globus als unvermeidlich erschien. Allein durch die Respektierung der menschlichen Würde und der Freiheit, gestützt durch einen bespiellosen wirtschaftlichen Erfolg für breite Schichten der Bevölkerung.
Alles in allem kann man auf die Idee kommen, daß sich die liberalen Dempokratien auf dem Rückzug befinden.
Allerdings gab es im abgelaufenen Jahr auch Zeichen der Hoffnung für die liberalen Demokratien. Der rechte Populist Bolsonaro verlor in Brasilien die Wahlen gegen den bekennenden Linken Lula da Silva, da offensichtlich die Mehrheit der Brasilianer nicht wollte, daß sich ihr Land in einen autokratischen Staat verwandelt, und die Demokratie nur noch eine Fassade ist.
Bei den Wahlen zum Kongress und dem Senat in den USA blieb die erwartete republikanische Welle aus. Viele der von Trump ausgesuchten Kandidaten fielen durch, zurecht wie wir jetzt wissen, denn ihnen geht es nicht um das Land sondern ausschließlich um den persönlichen Vorteil.
So konnten die Demokraten ihre knappe Mehrheit im Senat halten, lediglich im Kongress gibt es eine knappe republikanische Mehrheit. Die Grand old Party zeigt gerade, daß wie zerstritten sie ist, denn sie scheint nicht einmal mehr in der Lage zu sein, den Speaker, der das drittwichtigste Amt in den USA bekleidet, mit ihrer Mehrheit zu wählen.

Vor 1989 war alles klar. Nach dem Zusammenbruch des sowjetischen Imperiums war die dortige Gegenveranstaltung als das unterlegene Konzept entlarvt. Die westlichen Konzepte hatten sich als klar überlegen erwiesen. Alle glaubten nun, an der Spitze die USA, daß sich das westlichen Modell eben auch mit Waffengewalt exportieren ließe. 
Ein großer irrtum, gescheitert erst
 im Irak, und später in Afghanistan.
Und dann folgte auch noch der große Knall 2008, die Finanzkrise, in der weltweit
 Vermögenswerte in Billionenhöhe vernichtet wurden. 
Es wurde zuvor einfach übersehen, daß die kapitalistischen Heilsversprechen, jeder kann es schaffen, jeder, auch Leute ohne oder mit wenig Geld können sich ein Haus kaufen, eben nicht so recht stimmen. Mit dem fianziellen Zusammenbruch konnten diese Leute von jetzt auf gleich ihre Kredite nicht mehr bedienen. Also aus der Traum!!
Im aktuellen Spott von Putin über den dekadenten und unfähigen Westen steckt auch seine Annahme, daß die liberale Demokratie nur einer kleinen Elite dienen würde. Ein Irrtum, wie sich nach dem 24.02.22 mit dem Überfall auf die Ukraine gezeigt hat. Und hier zeigt sich die eklatante Schwäche autokratischer Regime.
Putin hat nun seit über 20 Jahren die absolute Macht in Russland in den Händen, niemand widerspricht ihm in seinem Umfeld, wo es nur noch Jasager gibt.
Dies hat zur Unterschätzung des ukrainischen Widerstandes geführt, gipfelnd in einer 60 Kilometer langen russischen Panzer- und Fahrzeugkolonne, die sich am Beginn des Krieges in Richtung Kiew bewegt hat. Ein ideales Ziel für die Ukrainer, und gescheitert auf der ganzen Linie.
Als nächstes ist China zu sehen. Von allen im Westen bewundert, wegen seiner konsequenten Null-Covid-Politik. Während in den westlichen Demokratien ein vielstimmiger Chor von Wissenschaftlern, Politikern und Laien zugange war, welches der beste Weg gegen die Pandemie wäre, hatte man in China offensichtlich alles richtig gemacht.
Die letzten Tage und Wochen haben allerdings dann gezeigt, daß nur wenige Proteste in der Bevölkerung die Machthaber in China veranlaßt haben, eine radikale Kehrtwende hinzulegen, ohne einen Plan B zu haben.
Alle Beschränkungen sind auf einmal infällig, die geringe Impfquote der Bevölkerung plus eine schlechte Wirksamkeit des heimischen Impfstoffes lassen Schlimmes befürchten. Und China könnte, falls es zu Mutationen des Virus kommt, wieder zu eine Bedrohung der übrige Welt werden.
Es sieht also, was die Überlebensfähigkeit der liberalen Demokratien anbelangt, gar nicht so schlecht aus!
Es hört sich naiv an, daß der Glaube an die Freiheit und die Demokratien unsere Welt retten könnte, aber dieser Glaube bringt Menschen weltweit immer noch dazu, sich auf den Weg zu uns zu machen, auch wenn sie dafür ihr Leben riskieren.




 
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