Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Mehr
11 Monate 21 Stunden her - 11 Monate 17 Stunden her #1 von Walter Gollhardt
Gesellschaftlicher Zusammenhalt wurde erstellt von Walter Gollhardt
Ein verstörendes Bild im TV.
Da windet sich eine schier endlose Schlange auf einen der höchsten Berge im Himalaja. Einer der angemieteten Träger, ohne deren Hilfe diese Besteigung für die meisten untrainierten Teilnehmer unmöglich wäre, liegt zusammengebrochen am Rand des in den Schnee getrampelten Weges.

Lange steigen die nachfolgenden achtlos über den Menschen in Lebensgefahr, also in allerhöchster Not hinweg, wie über einen Haufen Kehricht.
Endlich scheint sich jemand zu kümmern. 

Der Sherpa müsste unbedingt und schnellstens ins Basislager zurücktransportiert werden, um sein Leben zu retten. Die teuer bezahlte Besteigung fest im Blick, kommt niemand auf diese rettende Idee, und der Mann stirbt an der Höhenkrankheit.
Die Exkursion hätte sofort abgebrochen werden müssen, wie die Bergsteigerlegende Reinhold Messner entsetzt diesen unmenschlichen Vorfall kommentiert. 

 
Nun, die Zeiten haben sich geändert.
Jeder denkt an sich selbst, und dann ist auch an alle gedacht.

Überraschend ist diese Entwicklung nicht, denn es gab auch in der Vergangenheit entsprechende Beispiele.
Im Vorraum einer Bank, dokumentiert durch die Überwachungskamera, war ein Mann zusammengebrochen, und lag auf dem Fußboden.
Fünf oder sechs "Kunden" stiegen achtlos über ihn hinweg, erledigten am Automaten ihre Geschäfte, ehe sich jemand bemüßigt fühlte, zumindest einen Rettungswagen zu alarmieren. Auch dieser Mensch war nicht mehr zu retten.

Nächstes Beispiel:
Ein auf einen Rollstuhl angewiesener Bankangestellter stürzte beim Umstieg vom Pkw in den Rollstuhl, und bleibt hilflos auf der Erde liegen.

Seine Bitten an Vorübergehende, ihm behilflich zu sein, werden ignoriert. Dabei ist er gepflegt gekleidet, mit Anzug und Krawatte, also beileibe kein Alkoholiker oder Drogensüchtiger.

Erst eine Frau, die alles aus dem Fenster eines nahen Hauses beobachtet hat, befreit den Mann mithilfe ihres Sohnes aus der misslichen Lage.

Mein Fazit: Ich kann nur hoffen, niemals in eine Situation zu geraten, in der ich auf die Hilfe dieser Mitmenschen angewiesen bin.
Eine Gesellschaft wie die unsere, ohne den notwendigen Zusammenhalt, hat keine Zukunft!!

Bildquelle, frei Internet
Anhänge:
Letzte Änderung: 11 Monate 17 Stunden her von Bernd Offizier.
Folgende Benutzer bedankten sich: Bernd Offizier, Elisabeth Köllges

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Ladezeit der Seite: 0.269 Sekunden

Wer ist online

Aktuell sind 68 Gäste und keine Mitglieder online