Zusatz zum Impfen

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1 Jahr 2 Monate her #1 von Walter Gollhardt
Zusatz zum Impfen wurde erstellt von Walter Gollhardt
Nun da der Inzidenzwert als nicht mehr so wichtig eingestuft wird, sondern lieber die Hospitalisierungsrate, steigt er wieder kontinuierlich an, und Experten erwarten für den Spätherbst und den Winter eine vierte Welle.
Ursächlich verantwortlich dafür ist die Tatsache, daß das Impfen bei uns stagniert.
So sind in Deutschland erst 61 Prozent der über 12jährigen zweimal geimpft, und damit rangieren wir weit hinter anderen Ländern in Europa, z. B. Dänemark oder, wer hätte das gedacht, auch Spanien!!
Urlaubszeit und ein gewisser Leichtsinn und Gleichgültigkeit in weiten Teilen der Deutschen Bevölkerung sind die Gründe, daß wir nun beim Thema Impfen weit hinten liegen.
Immerhin beträgt die Impfquote bei den über 60jährigen bei uns über 80 Prozent.

So erleben wir nun die Pandemie der Ungeimpften, die inzwischen bis zu 90 Prozent der Intensivbetten in den Krankenhäusern belegen, und zwar vermehrt in der Altersgruppe bis 49.
Geht es so weiter, haben wir dort bald wieder ein Kapazitätsproblem, denn der Inzidenzwert liegt jetzt schon viel höher als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres vor der dritten Welle!!
Eine Impfquote von 61 Prozent reicht allerdings nicht aus, um die angestrebte Herdenimmunität zu erreichen, und so erleben wir wieder die absurde Situation, daß die Minderheit der Gleichgültigen, denn die Begründungen, weshalb man sich nicht impfen läßt sind mitunter an Absurdität kaum zu überbieten, darüber bestimmt, was die Mehrheit der doppelt geimpften darf oder nicht darf.
Die Freiwilligkeit, ob man sich impfen läßt oder nicht, gehört damit unbedingt auf den Prüfstand.
Zwei G wie in Hamburg als Option beschlossen, kann da nur ein Anfang sein, die Daumenschrauben für die Gleichgültigen anzuziehen, indem für sie vieles nicht mehr möglich ist, und der evtl. notwendige PCR-Test dann aus der eigenen Tasche ab dem 11.10. 21 bezahlt werden muß.
Auch ein Impfzwang muß in die notwendige Debatte einbezogen werden, zuerst im medizinischen und Pflegebereich, denn ansonsten bewegen wir uns in die Richtung von Dauerbeschränkungen, die uns allen schaden werden, und deren Begründungen dann für viele nicht mehr akzeptabel sein werden.
Der Weg, den manche Kommunen beschreiten, niedrigschwellige Impfangebote in Supermärkten, in bestimmten Stadtteilen, oder vor Veranstaltungen anzubieten, ist schon mal ein guter Anfang. Hier kann sich jeder ohne Termin oder lange Wartezeiten spontan, meist sogar mit dem Vakzin seiner Wahl impfen lassen.
Und die Zahl der Menschen, die sich dort impfen lassen zeigt, daß es ein sinnvolles Angebot ist.
Ob es da eine Bratwurst umsonst, oder eine Freikarte fürs Fußballstadion gibt, ist eine nette Geste obendrein.
Geldprämien lehne ich allerdings ab, denn so würde unsoziales Verhalten auch noch mit Steuergeldern belohnt.


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