Wasserköpfe.

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6 Jahre 11 Monate her - 6 Jahre 9 Monate her #1 von Bernd Offizier
Wasserköpfe. wurde erstellt von Bernd Offizier
Wasserköpfe.

- von Bernd Offizier -

Erschreckend ist, wie durch die vielen „Selbst-Arbeitsplatzfestiger“ ganze Industrien in finanzielle Schwierigkeiten geraten.
Ihre Stärke: sie haben keine Schweigeminute, sie produzieren immer mehr unnütze Arbeit und verursachen somit Datenmüll und Kosten.

Kopfschütteln von der Basis bekommen sie und ihre aus gleichem Holz geschnitzten emporgekommenen „Vorturner“ nicht mit.
Vorgegebenes, von der Basis Fremdgewordenem, ist oft nicht realisierbar bzw. praktikabel.
In den Chefetagen weiß man offenbar nicht von wieviel „Selbst-Arbeitsplatzfestigern“ die Basis belastet wird.

Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wird die Chefetage ausgetauscht, z. B. Herr Mehdorn kommt von der Bahn zum Berliner Flugplatz. Herr Wowereit, als Mitverantwortlicher geht und - nach kurzer Verges-Pause - ist er wieder integriert und das als Aufsichtsratschef.
Ein Neuanfang mit Altlasten? Nein, die werden vergessen gemacht.

Ok. Uli Hoeneß hat dem Staat Geld vorenthalten und muss hinter Gittern.
Geld kaputtmachen - und das nicht nur in Berlin - ist offenbar straffrei.

Weshalb geht man deshalb nicht auf die Straße? Es liegt wohl nicht vordergründig im Interesse der Studenten. Ja so, bei nur etwas Medienhaue auf die Dickhäuter wird die Schuld von ihnen mit rhetorischen Sätzen abgewiesen und nach unten verschoben. Und schon ist die Weste wieder sauber. Alles ist vergessen. Heute gibt es schon wieder neue Schlagzeilen.

Nun zu den auf den mittleren Etagen hockenden „Selbst-Arbeitsplatzfestigern“ kurz: „S-A“.
Ein Beispiel aus der Automobilwirtschaft.
Die Vertragswerkstätten und Händler werden durch die „S-A“ unnötig belastet. Immer mehr Abhängige werfen das Handtuch.

Herstellerpraxis und Hilfestellungen vor Ort sind mir keine mehr bekannt.
Früher, ja früher war das noch so; wenn Problemfälle auftauchten, versuchten Herstellertechniker zusammen mit dem Werkstattpersonal in den Vertragswerkstätten Lösungen zu finden.

Heute, ja heute werden Service-Dienstler u. a. von Filmschauspielerinnen geschult, wie man weinende Autobesitzerinnen beruhigt.
Ist die frühere Lösung nicht die bessere?

Früher, ja früher wurden innerhalb meiner über 40-jährigen Praxis keine weinenden Autofahrerfrauen vorstellig.
Nun, das mag sich geändert haben.

Eine weitere Belastung u. A. obwohl der vom Hersteller vorgegebenen Richtzeiten, ist es erforderlich, dass zusätzlich jeder Arbeitsvorgang ab- und angestempelt wird. In der Praxis sieht es wie folgt aus:
Mal eben eine Schlusslichtbirne austauschen, einen Scheibenwischer wechseln, Öl auffüllen, helfen ein Fahrzeug in die Halle zu schieben, hier und da mal ein Telefonat annehmen, auf die Toilette gehen, Arbeitsplatz nach der Instandsetzung des Fahrzeugs reinigen (ausgelaufenes Öl, Schneematsch) Fahrzeug vor der Instandsetzung von Schnee befreien.
Ein Motor oder Getriebe mal eben beim Herausheben mit anfassen. Ihr Stempelfanatiker, macht es doch einmal vor! Es geht nicht ohne ab- und anstempeln - oder? Ihr geht abends weinend nach Hause!

Am besten alle Basis-Arbeitsplatzbelaster - ja, alle zusammen mit an die „Front“ und vormachen. Ich denke, es werden dann erst Erkenntnisse wach, die zeigen, was die verschiedenen Abteilungen für Diktate herausgegeben haben. Vielleicht erkennt man sich, inklusive der verschiedenen Vorgaben nicht wieder.

Natürlich sollten alle im „Blaumann“ antreten.

Die wartende Mutter mit Kind, welches in den Kindergarten muss, der wartende Angestellte, der zum Dienst muss. Alle müssen die vom Hersteller vorgegeben Reparaturannahme-Procedere über sich ergehen lassen. Ich weiß, wie es praktikabler geht.

Zur Betriebserhaltung in einem mittleren oder kleineren Betrieb kommen auf einen Chef Dinge zu wie:
Herstellerkontakt über deren Abteilungen inklusive Erfüllung seiner Vorgaben, eigene Betriebswirtschaft mit Personalbetreuung, Fahrzeug Ein- und Verkauf, saisonale Ersatzteillagerführung mit Wochen- und Monatsbestellungen, deren Einlagerung und Umbuchung.

Reparaturannahme, Kundenbetreuung, Marketing, Neu- und Gebrauchtwagen An- und Verkauf. Bankwissen, dazu Kundenberatung in Leasing-, Finanzierungs- und Versicherungswesen. Garantieanträge stellen inklusive der Handling-Schulung durch den Hersteller. Sauberkeit des Betriebs, der Fahrzeuge und die Erfüllung von Hersteller- und Behördenauflagen.

Natürlich ist die Errechnung des gleitenden Break-Even-Points, zur Erkennung der Gewinnschwelle, täglich, wöchentlich und monatlich kumulierend unerlässlich.
Wenn der Steuerberater mit den Zahlen am Ende des Jahres kommt, kann es schon zu spät sein. Mehr dazu in meiner Webseite: www.betriebswirtschafts-hilfe.de/

Für mich ist vorstellbar, wenn die „S-A“ einmal den Chef in einem kleineren oder mittleren Betrieb vertreten müssten. Sie würden abends mit ihrem "only you - Abteilungswissen" auf ihre eigenen und den von ihren Kollegen gefassten Vorgaben schimpfend und weinend nach Hause gehen.

Wenn sie dann selbst zur Erkenntnis kommen und die Frage 16 zum Burn-Out-Test (Gezeitenhaus in Bad Godesberg) stellt sich: Kommt Ihnen alles sinnlos vor? - Dann zusammen mit dem Geschäftsführer dort hin zur Psychotherapie. .....Wer aufgibt hat schon verloren!
Letzte Änderung: 6 Jahre 9 Monate her von Bernd Offizier.

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