Der 20igste Januar 2021

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5 Monate 4 Tage her #1 von Walter Gollhardt
Walter Gollhardt antwortete auf Der 20igste Januar 2021
Nachtrag zum 20.01.2021

Über eines freue ich mich besonders, denn der Name Donald steht nun wieder stellvertretend für eine Ente, und die wohnt wieder in Entenhausen, worüber sich seine Neffen Tick, Trick und Track besonders freuen werden.
Daysie natürlich auch, obwohl Gustav Gans bei ihr und bei Donald immer dazwischen funkt. Und Dr. Erika Fuchs selig auch, die maßgeblich die deutsche Ausgabe von Onkel Donald mit ihrer besonderen Sprache versorgt hat. Grübel, grübel, denk, denk!
Und Onkel Dagobert und die ewig erfolglosen Panzerknacker natürlich auch!
Das Entenhausen nun das Hotel Mar-al Lago in Florida sein wird, und die Nachbarn sich über diesen neuen alten Nachbarn nicht gerade freuen, egal!
Allerdings möchte ich nicht in Joe Bidens Haut stecken, denn vor ihm liegt eine wahre Herkulesaufgabe, aber möglicherweise ist dieser 78jährige Übergangspräsident für das tiefgespaltene Land, voller Haß und Abstiegsängste genau der richtige Mann am richtigen Platz.
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5 Monate 1 Woche her - 5 Monate 1 Woche her #2 von Bernd Offizier
Bernd Offizier antwortete auf Der 20igste Januar 2021
Lieber Walter,
um seine Fans zu halten, wird Herr Trump seinen "Joker" - die Behauptung - "die Wahl ist gestohlen", nicht aus der Hand geben.
Trump First und nicht Amerika. Das wird offenbar von vielen nicht erkannt - und so, wie uns bekannt, "Führer befiehl, wir folgen dir". Sehr gespannt bin ich, wie sich dieses Szenario entwickelt.
Viele Grüße
Bernd
Letzte Änderung: 5 Monate 1 Woche her von Bernd Offizier.

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5 Monate 1 Woche her #3 von Walter Gollhardt
Der 20igste Januar 2021 wurde erstellt von Walter Gollhardt
Die Ära Trump neigt sich nun vordergründig am 20igsten Januar 2021 dem Ende zu, aber wer da glaubt, das ist es gewesen, der täuscht sich gewaltig.
Der sog. „Trampismus“ wird seinen Namensgeber überleben, und er hat gute Chancen sich auch weltweit zu etablieren.
Der Sturm des von Trump aufgehetzten Mobs auf das Kapitol und das Repräsentantenhaus ist nur der vorläufige Höhepunkt eines beispiellosen Angriffs auf die parlamentarische Demokratie in den USA und weltweit.
Insofern ist der eingeschränkte Vergleich, den der deutsche Bundespräsident zu den Ereignissen im Herbst auf den Stufen des Bundestages gezogen hat, die Einschleusung von Verächtern unserer Demokratie durch AFD-Abgeordnete in den Bundestag, nur der Beginn einer Entwicklung, die uns nicht gleichgültig sein kann und darf.
Verbale Empörung wird hier nicht reichen, wie uns ein Blick in die jüngere deutsche Geschichte zeigt. Die Republik von Weimar ist u. A. daran gescheitert, weil es im Land zu wenige aufrechte Demokraten gab.

Trump ist nun noch Stand 10. Januar 2021 zehn Tage im Amt, und obwohl es um ihn herum einsamer wird, denn viele Hofschranzen und Speichellecker, die er in den vier Jahren seiner Amtszeit um sich versammelt hat, verlassen das sinkende Schiff, kann er qua Amt noch einiges anrichten, und es gibt nur wenige, die ihn daran hindern könnten, weiter Unheil anzurichten.
Man muß sich fragen, wie ein solcher Verächter demokratischer Regeln, der mittels Lügen, Erpressungen und den Versuchen demokratische Wahlen zu manipulieren gelingen konnte, 73 Millionen amerikanische Wähler hinter sich zu versammeln. Der für Diktatoren vom Schlage eines Kim Jong Un schwärmt, und in dessen Ägide offenkundiger Nepotismus an der Tagesordnung war und ist.
Wir erinnern uns an das mitgeschnittene Telefongespräch, als er den Wahlleiter in Georgia unverblümt aufforderte, ihm 1178 fehlende Wählerstimmen zu besorgen.
Mit den Methoden, die denen eines Mafiabosses nicht unähnlich sind, ist es ihm gelungen, die ruhmreiche republikanische Partei, „The Grand Old Party“, in zwei Hälften zu spalten.
In Leute, die teilweise wider besseres Wissen um des persönlichen Vorteils willen dem irrlichternden Trump bedingungslos folgen, und andere, die Rückgrat haben, und sich an ihren Eid auf die nun 250 Jahre alte Verfassung besinnen.
Das von den Demokraten initiierte Amtsenthebungsverfahren gegen Trump wird zwar scheitern, es ist aber wichtig, und es wird deutlich machen, wie viele Opportunisten es in unter den Republikanern im Senat und im Repräsentantenhaus gibt, die bereit sind, um der eigenen möglichen Karriere willen alle demokratischen Prinzipien über Bord gehen zu lassen.
Eine mögliche Erklärung, warum Trump in der amerikanischen Bevölkerung so viel Rückhalt besitzt, daß ihm die Menschen ähnlich einem Sektenguru egal was er tut folgen, liegt wohl darin begründet, daß die Gesellschaft der USA schon lange vorher tief gespalten war:
In eine von Abstiegsängsten geplagte immer kleiner werdende Mittelschicht, immer tieferen Gräben zwischen Arm und Reich, offen praktiziertem Rassismus, kenntlich in den Städten an streng abgegrenzten Wohnviertel von Weißen und Farbigen.
All dies hat zu einer beispiellosen Radikalisierung vor allem unter den Weißen geführt, die ahnen, daß sie bald in „Gods own Land“ in der Minderheit sein werden.
Ihre Wut richtet sich gegen die vermeintlichen Liberalen in der Washingtoner Zentralregierung, und bei jeder Initiative von dort, die Gräben zwischen den gesellschaftlichen Gruppen wenn nicht zuzuschütten, sondern nur weniger tief werden zu lassen, wird sofort das Gespenst des Sozialismus an die Wand gemalt.
Dazu kommt im sog. Rost-Belt die Schließung von Kohle-, Automobil- und Stahlwerken, dadurch eine stark steigende Arbeits- und Perspektivlosigkeit, die die Menschen hinter jedem Rattenfänger herlaufen läßt, also auch Trump, der ihnen wider besseres Wissen das Blaue vom Himmel herunter versprochen hat. Er hat für die Menschen dort allerdings außer großen Worten nichts getan.

Doch nun hat für viele überraschend ein Demokrat, nämlich Joe Biden die Wahlen gewonnen, vom Alter her ein Mann des Übergangs für vier Jahre, der eine wahre Herkules-Aufgabe vor sich hat.
Einen Ex-Präsidenten, der seinen Anhängern seit Monaten erfolgreich einredet, falls er verlieren würde, dann nur durch Wahlmanipulationen. Und eine Mehrheit der Amerikaner glaubt diese dreiste Lüge inzwischen.
Ein tiefgespaltenes Land, das sich durch die Trumpsche Posse um die angeblich manipulierten Wahlen vor der ganzen Welt lächerlich gemacht hat.
Er muß das Land auf den Stand zurückführen, in dem wieder die Verfassung, das Recht und die Gewaltenteilung für alle und alles oberste Richtschnur ist.
Er muß den Kampf gegen Sars Covid 19 aufnehmen, denn die USA haben sich zum weltweiten Hotspot entwickelt was Ansteckungen und Tote anbelangt!!
Seine wichtigste Aufgabe ist neben vielen anderen wieder Vertrauen nach innen und nach außen zu schaffen, denn wir alle brauchen ein starkes in sich gefestigtes Amerika, einen verläßlichen Bündnispartner, allerdings können die Bedingungen nicht mehr die gleichen sein wie vor Trump.
Wer da nun glaubt, mit dem Abgang von Trump wäre die Welt wieder in Ordnung, ist leider auf dem Holzweg, denn die Saat der Demokratieverächter ist nun einmal in der Welt, und potentielle Nachfolger, die sein Werk fortsetzen, haben sich schon mal positioniert.

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